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Matthias Kuchta spielt mit fast lebensgroßen weichen Textilfiguren auf offener Bühne. Stellen Sie sich ein großes Schachspiel vor, mit einem Schauspieler, der die Figuren bewegt und mit ihnen eine spannende, witzige Geschichte spielt.
Der Puppenspieler ist immer sichtbar, wird aber, wie bei einem aufregenden Schachspiel, vom Publikum sehr bald nicht mehr wahrgenommen. Die Zuschauer achten nur noch auf die Figuren. Oder stellen Sie sich ein Kinderzimmer vor, mit großen Spielzeugfiguren, die plötzlich anfangen zu leben. So etwa entwickeln sich die Bilder auf der Bühne.
Manchmal wird der Puppenspieler selbst zum Schauspieler, übernimmt Rollen, wird zum Diener seiner Figuren. Auch das Publikum kann zu einem Teil der Inszenierung werden. Die Figuren verlassen ihre Bühne und spielen im Zuschauerraum, Kinder übernehmen Rollen auf der Bühne, werden zu Prinzen oder Hexen oder königlichen Dienern, zu Unwettern oder Sonnenstrahlen. Dann wird der Puppenspieler zum Erzähler, dann zum Moderator zwischen Figuren und Publikum. Eine fallende Feder, eine Drehung eines Kopfes, eine kleine Pause zum richtigen Zeitpunkt und die Bühne mit den eben noch so toten Stofffiguren wird zu einem magischen Ort: Theater, Puppentheater.
Die Puppenspiele sind zusammen mit Kindergartenkindern, Grundschulkindern und Erziehern erarbeitet worden. Dabei wurde Wert darauf gelegt, das Kinderpublikum nicht zu überfordern, sondern das Märchen - Aufregung, Spannung und Erlösung - einer kindlichen Auffassungsgabe entsprechend - und mit Witz - darzustellen.
Die Spiele eignen sich für Kinder im Kindergarten und in der Grundschule, sie wollen aber auch Erwachsene ansprechen.
Am schönsten ist es, wenn Erwachsene und Kinder gemeinsam zugucken.
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